unsere neuen Videos zu Pflanzung und Leistung der Baumschulen unter ´Pflanzvideos´ (linkes Menü) oder hier: www.gewachsen-in-sachsen.de

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Wir putzen Gehölze und bereiten sie damit  - nicht auf Weihnachten - sondern auf die Pflanzung im Frühjahr vor.  Andere werden zugedeckt, damit möglicher Frost, vor allem ohne schützende Schneedecke - nicht schaden kann. Rosenstämme sind heruntergebogen und die Augen an der Triebspitze mit Erde angehäufelt. Das Risiko, im Ernstfall einen Totalausfall zu haben, ist einfach zu groß - trotz Klimawandel. 
Doch im Moment freuen wir uns auf Weihnachten. Einen Weihnachtsbaum haben wir gesichert - aus unserer Gartenbaumschule.  Bis zum 23.12. um 17.00 Uhr verkaufen wir hier - und öffnen dann am 13.01.2019 von 9.00 - 15.00 Uhr wieder.


Hier eine Auswahl unserer wunderschönen Rosenneuheiten im Buschrosensortiment: 
 
In der Reihenfolge: 1 Admiral - 2 Alabaster - 3 Artemis -4 Candy Rokoko - 5 Florentina - 6 Inka -7  Kaffee Fassett - 8 Mary Ann - 9 Marietta NEU - 10 Menage - 11 Morning Sun - 12 Novalis - 13 Rosanna - 14 Rotkäppchen - 15  See you ® in purple - 16 Violet Elegance -17  Weiße Wolke - 18  Wedding Piano


NEU...Anleitung zur fachgerechten Pflanzungals 4 min-Video...NEU

Vom Kern zum Obst:

Wenn Sie einen Obstbaum in der Baumschule kaufen, ist er bei der Anzuchtform, die wir hier vorstellen, bereits 4 - 5 Jahre alt. 

Wir zeigen Ihnen hier, welche Arbeitsschritte in unserer Baumschule für die Anzucht eines Obstbaumes mit einem 60 cm hohen Stamm (Stammform Busch) notwendig sind. Diese Anzuchtform nutzt man vor allem für Apfel-, Birnen- und Pflaumensorten. Die Bäume sind für Hausgärten und Obstplantagen geeignet.
 

Wir bekommen die so genannten Unterlagen aus Spezialbaumschulen zugeschickt. Das sind entweder 1-2 -jährige Aussaaten oder in Abrissvermehrung bewurzelte Unterlagen mit jeweils speziellen Wuchseingenschaften. Es geht dabei z.B. um Wuchsstärke, Ertragsbeginn, Winterhärte, u.a. Dort sind sie schon nach Stärke, Gesundheit, Unversehrtheit vorsortiert. Wir putzen sie noch und achten dabei auch auf Gesundheit. Dann werden sie in Sand bis zur Pflanzung vor Frost geschützt eingeschlagen. (Foto 1-2)
Auf dem Feld wird zum Winterende der schützende Zaun aufgebaut, denn Hasen und Rehen schmecken die Rinde, Knospen und Austriebe sehr gut. (Foto3)

Im Frühling wird der Boden mehrmals gegrubbert, geeggt und so lang gelockert, bis er ´wie Watte´ ist. Dann ist das Pflanzbett bereitet und der Rillenzieher öffnet einen Spalt in der Erde, in die per Hand die Unterlagen gepflanzt und extra sorgsam angetreten werden. Hier entscheidet sich schon das erste mal das spätere Wuchsergebnis. (Foto4-6)

Immer wieder werden der Boden gelockert und damit auch das Unkraut gestört, die Unterlagen auf Gesundheit kontrolliert und gegebenenfalls gehandelt. (Foto 7)

Im Sommer wird veredelt, d.h. von der gewünschten Sorte wird eine Auge in die Rinde der Unterlage eingesetzt. Die Reiser, an denen die Augen der Sorte sitzen, werden aus Spezialgärten zugesandt, denn sie müssen virusfrei sein. Einen Teil dürfen wir auch im 1-jährigen Bestand schneiden. Beim Veredeln wird erst der Staub von der Rinde abgewischt, das Auge eingesetzt und dann verschlossen. Das Anwachsen selbst dauert oft nur 2- 3 Wochen, je nach Witterungsverlauf. (Foto 8 – 9)

Die Wildkrone der Unterlage über dem angewachsenen Auge wird mit einem Spezialgerät abgesägt. Danach wird noch einmal per Hand Feinarbeit geleistet und mit einer Schere die Unterlage 1/2 cm über dem Auge ´abgeworfen´. Das Veredlegungsauge treibt nun mit aller Kraft aus. (Foto 10 – 12)

Aus der Unterlage wachsen auch immer noch Triebe, diese müssen in mehreren Arbeitsgängen entfernt werden (wildern). Damit alle Stämme gerade wachsen und den Normen entsprechen, werden sie gestäbt und geheftet. (Foto 13 – 15)

Und wieder heißt es grubbern, Unkraut beseitigen, auf die Gesundheit achten. Z. B. können Blattläuse und Milben den Wuchs beeinträchtigen. (Foto 16 – 18)

Das letzte Anzuchtjahr beginnt. Der gerade Austrieb aus dem veredelten Auge wird ´angeschnitten´, d.h. die Stammhöhe wird festgelegt, indem man in 0,6 m + 5 Augen die Triebspitze abschneidet. Die oberen Austriebe bilden dann die Krone. Und wieder wird im Bestand für ein optimales Wachstum gegrubbert, Unkraut gehackt und auf Gesundheit kontrolliert.

So sieht Qualitätsware im rode(ernte)fertigen Bestand aus.

Vor dem Roden im Oktober wird ´geblättert´, d.h. die Blätter entfernt. Das ist als Verdunstungsschutz notwendig, sonst würden die Bäume sofort vertrocknen. Beim Roden werden die Gehölze durch den Rodepflug aus dem Erdreich gehoben und die Erde abgeschüttelt. Die Bäume werden entsprechend Gesundheit, Unverletzheit, Geradheit und Triebzahl sortiert, danach gebündelt, verladen und in die Firma gefahren. Dort werden sie sofort wieder eingeschlagen, um sie vor Trockenheit und Wind und im Winter vor Frost zu schützen. Von hier aus erfolgt die Vermarktung in der eigenen Gartenbaumschule, an Wiederverkäufer, Gartenmärkte und Obstanbaubetriebe.

Ein Obstbaum, Stammform Busch, Anzuchtform Okulation, hat  in der A-Qualität mindestens vier der Sorte entsprechende, kräftige Kronentriebe, einschließlich eines Leittriebes. Außerdem sollte er neben einem kräftigen Stamm einen  genügenden Anteil an Feinwurzeln haben, krankheits- u. schädlingsfrei, ohne mechanische Beschädigungen sein sowie ausreichend ausgereift, abgehärtet, akklimatisiert sein, so dass er am endgültigen Standort ungefährdet anwächst und sich weiter entwickelt.  Genauso sehen unsere Bäume aus !